Zum Thema IP-Logging

Nachdem die ersten hochgeschlagenen Wellen sich wieder legen, hab ich mir mal die Machbarkeit zum Thema “Nichtpeichern von IP-Adressen” durch den Kopf gehen lassen. Da ich diese ja nicht unbedingt brauche, um Trends zu erkennen, hatte ich vor Längerem schonmal Webreflow getestet, welches die Aufzeichnung mit anonymisierten IP-/Hostnamen vornimmt. Allerdings ziemlich zäh wird, sobald die Datenbank größer ist.

Dieses werd ich aber wohl nun wieder zumindest für die Seiten einsetzen, welche bisher noch via Googles Analytics “überwacht” werden (remember: Mich interessiert nicht *wer* auf meinen Seiten ist, sondern wie sich die Zugriffe *entwickeln*). Hier wird dann ab jetzt die neue Version von Semmelstatz eingesetzt, welches in der neuen Version das Loggen von IP-Adressen deaktivieren kann. Prima.

Bleiben noch die Serverlogs, die ich dann wohl schleunigst ausschalten werde und ja, *das* ist halt Arbeit, die nicht alltäglich ist (vor allem hab ich die bisher nie auch nur angeschaut, geschweige denn ausgewertet). (Edit: Hier eine feine Lösung für den Apachen )

Was ich nicht abschalten werde, ist das Logging der IP-Adressen hier für das Voting und die Umfragen der Free Music Charts. Ich habe derzeit keine andere sinnvolle Chance, diese gerecht ohne diese Funktion zu gestalten. Wer dazu eine gute Idee hat, darf mir diese gern mitteilen. Eventuell tut sich da ja beim Entwickler was.

Allerdings kann ich nun nur noch zusehen, wenn hier irgendwelche Deppen meinen, Spam abladen zu müssen oder die Webseiten crawlen, um die Inhalte fremdzuverwerten. Wie ich diese ausschliesse, ohne das Wissen, wer das eigentlich ist, bleibt mir bis dato ein Rätsel.

Links:

Und zum Thema, wie betreibe ich in Deutschland ein lizensiertes Webradio und wie weise ich die Anzahl unterschiedliche Nutzer gegenüber GEMA/GVL nach, mach ich mir demnächst mal Gedanken. Vielleicht ja alles nur noch für registrierte Benutzer.

Ähnlichkeiten mit anderen existierenden Artikeln sind rein zufällig:
Was ist nur los… | Veränderung ist geil | An alle Hessen, die hier mitlesen… | Warnung: Diese Webseite gefährdet ihren schlechten Musikgeschmack | Creative Commons vs GEMA | Zum Thema kommentieren | Youtube Videos downloaden (Reload) | The Return of Radio Free Abattoir | Alles nur noch schnell… | Curious ganz intim |

2 Meinungen ↓

#1 Tapsiturtle am 03.10.2007 gegen 15:22

Moin,

was rechtlich auch gehen sollte ist, vor dem betreten der eigentlichen Seite eine Datenschutzerklärung dem Besucher zu präsentieren, die dieser zustimmt. Macht er das nicht, erhält er keinen Zutritt zur Seite. Nur müsste dann gewährleistet sein, das bei Ablehnung auch keine Daten wie IP-Adressen gespeichert werden. Weiterer Nachteil wäre, das Suchmaschinen die Datenschutzerklärung als Startseite einlesen würden und diese dann aufnehmen.

IP-Logging komplett ausschalten kann einem als Seitenbetreiber auch zum Verhängnis werden, wenn jemand bspw. innerhalb von Kommentaren Texte verfasst die Illegalen Inhalt haben oder Links zu illegalen Seiten beinhalten. Ohne die IP-Adresse hat man doch keine Möglichkeit rechtlich gegen sowas vorzugehen.

Wahrscheinlich wird einem nichts anderes übrig bleiben, als alle Seiten nur noch für registrierte Nutzer freizugeben.

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#2 Falk am 03.10.2007 gegen 15:42

Letzteres ist halt auch mein Problem mit der ganzen Sache. Wie und in welcher Form man sich dann gegen Mißbrauch wehren soll, wenn einem alles genommen wird, was gegen diese Pfeifen eingesetzt werden könnte. Ansonsten ist mir doch wurscht, wer wann wo meine Seiten(!) besucht. Und gegen Registrierungen hab ich persönlich was. Also bleibt das Dilemma trotzdem bestehen, das mir einerseits das Nutzerverhalten egal ist, ich allerdings (siehe Beispiel mit GEMA) Auskunft geben *muss*. Was allerdings durchaus auch anonymisiert geschehen kann (dazu muss ich allerdings die Protokollierung des Shoutcast genauso umbauen).

Ob jetzt Strafverfolgungsbehörden Befindlichkeiten haben, ist mir allerdings erstmal egal. Ich muss ja spätestens dann protokollieren, wenn ein Gericht dies verlangt. Und das sollte völlig ausreichen.

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