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30.05.2006 — Kommerz, Management
Manchmal hasse ich dieses dümmliche PR-Geblubber ja abgrundtief
Das Mundpropaganda-Marketing-Netzwerk trnd GmbH (”the real network dialogue”) stellt seine Dienste ab sofort…auch unbekannten Newcomer-Bands (zur Verfügung), die ihre Musik via Mundpropaganda bekannt machen wollen.
Ermöglicht wird dies durch das neue Lizensierungsmodell “Creative Commons”, das ein Kopieren zu Privatzwecken ausdrücklich erlaubt.
Argh - nicht nur, dass der letzte Satz zweimal haarsträubend daneben liegt, denn weder ist die CC neu, noch ist die ausschliesslich auf Privatleute ausgerichtet. Nein, mit der Masche will man offensichtlich in einem schon jahrelang fahrenden Zug ins Führerhaus, um damit Geld zu verdienen irgendwann richtig abzocken zu können. Jungs, ich sag euch was - ehrlich währt am längsten.
Netter Versuch, aber irgendwie wirkts daneben.
Quelle
30.05.2006 — Management
Ich hatte hier schonmal über die (in meinen Augen großartige) Band namens Burn berichtet. Nachdem damals dann die leichten Mißverständnisse bezüglich des erwähnten flapsigen Artikels ausgeräumt waren und ich mit Felix ein sehr langes und interessantes Gespräch geführt habe - okay, um auf den Punkt zu kommen: Ab sofort werd ich der Band auch ein wenig unter die Arme greifen.
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29.05.2006 — Management
Ich sollte öfter mal die Referrer checken, die so aufschlagen. Grad was gefunden, was auch mein Herz wieder so einen klitzekleinen Ticken höher schlagen lässt.
Quick Show notes
* Punk: The Shadowcops - Permanent
* Punk: Electric Frankenstein - Burn Bright Burn Fast
* Rock: Bullets and Octane - Going Blind
* Industrial: All:My:Faults - All Forgotten
* Trance: Shanny - Black Ice
* DnB: Damien Marley - Welcome to Jamrock (Unripelemon Bassinyoface Remix)
Brevity is the Soul of Wit Tonight
Aber schon die Mischung aus etlichen Musikrichtungen ist einzigartig.
29.05.2006 — Management
Auf dem “Underground Catwalk” werden am Donnerstag, den 13. Juli 2006 ab 21 Uhr live in der Berliner U-Bahn Kollektionen aus dem Underground-Fashion Segment bei einer schrillen Modenschau präsentiert.
Außergewöhnliche Mode braucht auch eine außergewöhnliche Präsentation. So wird die Berliner U-Bahn am 13. Juli 2006 zu einem Treffpunkt der alternativen Fashion Szene. Models der Agentur Vicious Faces präsentieren Appetithäppchen der neuesten Kollektionen von angesagten Underground-Fashion Labels aus den Bereichen Gothic, Rock’n Roll, Punk, Cyberwear und Fetisch live in der U-Bahn. Der Begriff “Underground” nimmt so eine spannende Doppelbedeutung an. Die Berliner U-Bahn ist mit seinen neuen Zugmodellen des Typs H besonders geeignet, da diese auf fast 100 Metern von vorn bis hinten durchgängig begehbar sind. Damit ist der Zug der Linie U5 an diesem Tag einer der längsten Laufstege der Welt - der einzig fahrende sowieso!
Find ich eine großartige Idee. Schade nur, dass ich zu der Zeit nicht in Berlin sein werde. Warum ich allerdings jetzt grad an einen Film denken musste…
28.05.2006 — Kommerz, Management, darkerradio
Wenn ich jemand erwische, dass er Promos rippt und in irgendeine Tauschbörse einstellt, reisse ich ihm die Eier ab bzw. die Eierstöcke raus. Danach werd ich ihn höchstpersönlich anzeigen. Das ist kein Spaß, einerseits ist es den Künstlern gegenüber ‘ne scheiß Aktion und andereseits haben viele Promos ein digitales Wasserzeichen anhand dessen eindeutig zurückverfolgt werden kann von wem der Rip kommt.
Musste ja schon schmunzeln, als mir dies geschrieben wurde. Ganz so hart gehen wir da nicht vor, aber bei uns unterschreibt jeder, der Zugriff auf die Promos haben möchte, eine entsprechende Erklärung.
Anlass für dieses Statement war ein eher unbedeutender Nebensatz im letzten Newsletter von mir.
Ein kurzes Wort zum Schluss noch: Derzeit bereiten wir speziell für Onlinemedien gemeinsam mit Ionium Records (T.H.Industry, Infernosounds) eine eigene Promotionplattform vor, um Infos und Musik schneller und gezielter für Euch bereitzustellen. Der Gedanke allein für sich ist zwar nett, baut allerdings auch auf Eure Mithilfe auf. Generelles Feedback, ob und warum eine klassische Bemusterung auch weiterhin sinnvoll wäre, wo doch sowieso jedes Release spätestens 2 Tage nach der Bemusterung plötzlich in allerlei Tauschbörsen auftaucht, wäre herzlich willkommen.
Etwas provokant, ich gebs zu - aber eben auch “bittere” Realität und speziell für die vermeintlich Kleinen im Geschäft immer wieder eine grundlegende Überlegung. Denn dieses Fairplay scheint nicht immer gegeben zu sein. Wir werden auch zukünftig nicht generell auf Hard-Promo verzichten, nur eben den Rahmen und die zu bemusternden Plattformen genauer abstecken. Auch wir lernen noch dazu.
Aber dann kam noch die Idee auch das Feedback online zu ermöglichen (ist angedacht) und wurde von mir um den Punkt “Viel Feedback = Belohnung in Form von exclusiveren Infos und Bonusmaterial” erweitert. Und das gefällt mir, denn ein Anreiz sollte ja schon da sein.
Was mich grad dazu bringt, dass ich eben noch meckern wollte und dies auch der Promoagentur noch mitteilen werde. Da freut man sich, das neue Album “Relocated” von Camouflage zu bekommen, möchte dies fürs Radio aufbereiten und stellt fest, dass in die Titel reingelabert wurde.
Sorry SPV, aber so geht das nicht - da kann ich nun leider für Euch auch nichts tun. Euer Mißtrauen in Ehren, aber damit verbaut ihr Euch schon wieder eine Menge. Aber ich könnts mir ja auch anderweitig … aber lassen wir das. Die Diskussion hatten wir grad erst.
28.05.2006 — Kommerz, Management, darkerradio
Ich hab ja hier schonmal geschrieben, dass derzeit eine überaus interessante Diskussion über die auf dem Podcastday2006 vorgestellten möglichen Tarife für Podcasts im Gange ist.
Und beim Johnny auch wirklich coole Kommentare und Ideen aufgeworfen werden. Nun wurde ich dadurch heute nochmal auf eine weitere Diskussion aufmerksam, die sich im Blogwinkel aufgetan hat.
Wegen der dort zu findenden Aussage
Überraschend kam im Publikum auch die Ansage von Herrn Pappi an, das die GEMA (angeblich) all ihren Mitgliedern die Möglichkeit bietet, der GEMA nur die Rechte für TV und Radio zu übertragen und die Online Rechte zu behalten. Eine Aussage, die wohl auch unter den Musikprofis im Publikum nie zuvor jemand hörte.
Was wiederum tatsächlich die Fachleute erstaunt und Raum für Ideen lässt.
Nur eins muss ich ja sagen, wenn ich dann in den dortigen Kommentaren, von einem User (welcher durchaus berechtigte Fragen in die Kommentare wirft), Dinge lesen muss wie
…die FBI Methoden der GEMA…
…senden unentdeckt von den 4 Jungfern weiter…
…wenns wieder so läuft wie mit den Webcastern…
dann stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Und wenn er sich dann noch das Pseudonym “Anonymer Webcaster” gibt, bin ich angepisst. Aber ganz gewaltig. Denn das was da als Suppe in einem großen Top verrührt worden ist, das ist am Ende großer gequirlter Unfug gepaart mit einem latenten Halbwissen mit dem Vorzeichen, einer von uns (Webcastern) zu sein.
Auch ich finde hier nicht immer nur nette Worte. Auch ich verwende gern mal einen guten Schuss Polemik. Aber wenn man seine Aussagen so glaubhaft erscheinen lässt und gleichzeitig Menschen beleidigt, die auch nur ihren Job machen, da hört mein Verständnis einfach nur noch auf. Solche Menschen sind mit Schuld an den tiefen Gräben, die sich im Bereich Onlinepromotion für Künstler immer wieder auftun.
Wenn solche Leute Sprachführer sein sollen (wollen?), dann (um mit den Worten dieses Feiglings zu sprechen) wirklich Gute Nacht Deutschland!
Update: So, ich hab das mal gestrichen, da in den Kommentaren nebenan eine entsprechende Reaktion erfolgte. Im Grunde steht da dort auch, warum ich da recht allergisch reagiere. Denn trotz aller Polemik sollten solche Diskussionen auf Augenhöhe erfolgen. Kompetenz hin oder her, diese zu schaffen ist aber nicht ausschliesslich Sache der Verwertungsgesellschaften.
27.05.2006 — Kommerz, Management
Nebenan beim Musikdieb gibts wieder mp3-Empfehlungen. Und hier die Empfehlung da mal vorbeizusurfen. Und dabei stiess ich dann auf einen Fred im Heise-Forum, welches ich aufgrund des hohen Anteils an Trollen eher meide, denn aufsuche. Und siehe da, ein Sammelthread für freie Musik wird aufgemacht und prompt…
Ich möchte jedenfalls Metallica hören wenn mir danach ist, und keine drittklassige Garagenband, die irgendwie nach Metallica klingt…
Jetzt könnte man - ob dieser Aussage - in enorm viele Richtungen philosophieren. Aber ich versuchs mal nicht ausufern zu lassen. Ein Stück weit Wahrheit steckt ja drin in dieser Aussage, aber auch wieder genau das Denken, welches ich persönlich als falsch empfinde. Erstmal haben auch Metallica anfangs nicht die glänzenden Produktionsmöglichkeiten gehabt. Sie haben auch verdammt miese Lieder geschrieben, schlechte Gigs gegeben usw. Aber das blendet der gemeine Fan irgendwann aus und übersieht, das es doch nur noch um die Hülle geht. Die Verpackung kann man schaffen - mit genug Geld im Background, guten Produzenten und einem Budget jenseits von gut und böse. Und die Menschen werden damit geblendet. Abgelenkt von dem, um was es bei Musik eigentlich in meinen Augen geht. Nämlich um die Idee, den Ansatz, die Ausarbeitung von Kunst und deren konsequente Weiterentwicklung.
Das Schlimme an dieser oben genannten Denke ist dann eben, das sich diese Menschen gar nicht die Mühe geben, mehr als nur den Schein wahrzunehmen. Scheuklappen!? Oder ists schlicht Faulheit, denn wenn ich das wollte, würde ich mit Sicherheit bei den Semiprofis und Garagenbands einige finden, welche handwerklich und mit ihren Songideen und Texten der Supergroup Metallica das Wasser reichen könnten. Man muss eben dann ein paar Abstriche machen. Denn diese Bands haben nunmal den Schritt in den Kommerz (aus völlig unterschiedlichen Gründen) noch nicht geschafft. Bekommen aber auch (weil die Käufer sehr oft diese in meinen Augen seltsame Denkweise besitzen) diese Chance, um um die Musik herum noch die Hülle zu bauen, gar nicht erst.
Welcher A&R geht denn heutzutage noch das Risiko ein, eine Band auf lange Sicht aufzubauen? Keiner? Paar ganz wenige?
Und warum? Weil die Käufer genau so denken, wie der Mensch da oben. Weil die gescholtenen Plattenfirmen zwar nicht ganz unschuldig dran sind, aber eben auch auf diesen oberflächlichen Markt nur reagieren.
Gibts eine Lösung? Wurde ich auch nebenan im Gulli gefragt und zitiere (auch wenn der Anlass ein wenig anders war) mal meine Meinung zu den Käufern von Musik.
Das ist jetzt allerdings alles etwas unsortiert - ich boykottier schon seit langem diese Art der Geschäftemacherei und versuch (im kleinen Rahmen) einen gewissen Gegenpol zu schaffen (Förderung unbekannter Künstler, eigenes Webradio etc.) - aber das ist eben wenn auch nur ein kleiner Tropfen auf den heissen Stein.
Wichtig wäre, dass viele einfach mal wieder ihre grauen Zellen anstrengen und nicht so bequem sind. Hinterher beschweren war schon immer einfach, erstmal was gegen das tun, was einen aufregt, verlangt viel Denken im Vorfeld. Zuviel verlangt?
Ich möchte niemanden vorwerfen, er wäre zu bequem. Das ist sein gutes Recht, das darf er sein. Er darf sich aber dann auch nicht über das Ergebnis seiner Verhaltensweisen beschweren.
Denn ein Kaufboykott auf breiter Front findet eben doch nicht statt und die Umsätze sind ganz im Gegenteil immer noch steigend (aus unterschiedlichen Gründen)
Und genau das mein ich damit - es würde ja gehen, aber es tut keiner. Aber regt sich dann in aller Welt auf, wenn er/sie mit zig MP3 von bekannten Künstlern in Tauschbörsen erwischt wird. Mal ungeachtet der Frage, ob man dies legalisieren kann oder sollte. Aber darum gehts einfach nicht. Ich hab mit meinem Konsumverhalten die beste Einflussmöglichkeit - nur warum nutzt diese Macht keiner kaum wer? (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Und ums ein wenig abzurunden. Der Johnny vom Spreeblick hat mich gestern wieder gefangen. Als Hörer seiner Podcasts. Der Anlass war die Diskussion um den vorgestellten GEMA-Tarif für Podcasts. Und in den Kommentaren dazu sind einige feine Statements zu finden. Lesebefehl!
26.05.2006 — Kommerz, Management, Music
Hatte ja gestern schon versprochen, dass ich hier noch ein paar Worte zu dem Song “Spiralworld” von All:My:Faults verlieren werde. Und das diesmal sogar schon weit vor der offiziellen Presseinfo, die wohl Anfang nächsten Monats rausgehen wird.
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26.05.2006 — Kommerz, Management
SoundSuche.de soll auch eine Promotion Plattform für Independent Bands werden und hofft auf Eure Mithilfe. Bands und Solo Künstler können uns gerne Ihre Tourdates, Flyer und weiteres Promomaterial (Konzert Pics etc.) per eMail an contact@soundsuche.de zusenden.
Ganz frisch gestartet, aber eine Aussage des Betreibers hat mir enorm gefallen:
…da wir mit dem “Underground” sympathisieren … Mainstream ist langweilig und leider völlig überrepräsentiert.
Mainstream ist langweilig - genau davon red ich doch seit etlichen Jahren (hmm, sind wohl jetzt schon gut 20 - naja, man(n) wird eben nicht jünger)
26.05.2006 — Kommerz, Management, darkerradio
Kritik erntet derzeit die GEMA für ihren, auf dem Podcastday2006 im Rahmen des 18. medienforum.nrw vorgestellten, Tarif für Podcaster. Die GEMA will für nicht-kommerzielle Podcast-Sendungen, die Musik als reine Einblendung (Intro und Outro) benutzen, monatlich fünf Euro berechnen, falls sie mindestens wöchentlich bereit gestellt werden.
Wer einen kompletten Song in seiner wöchentlichen Podcast-Sendung spielen will, muss zehn Euro bezahlen, wer täglich einen Song spielt, soll dreißig Euro Gebühr entrichten. Wie lange die Sendungen dann online stehen dürfen, ist noch nicht klar. Der Tarif soll endgültig im Sommer veröffentlicht und angeboten werden.
Quelle
Kommt mir irgendwie alles recht bekannt vor - ähnliche Diskusissionen wie sie jetzt beispielsweise auf Spreeblick geführt werden, gabs vor einigen Jahren schonmal bei den Onlineradios. Wobei der Unterschied schon klar sein dürfte - wir als Radio müssen sowohl die Vervielfältigung als auch die Zweitverwertung (das eigentliche Senden) bezahlen. Wir haben da mehr “Probleme” mit der GVL, als mit der GEMA, welche erst im April einen für Hobbiecaster sehr übersichtlichen Pauschaltarif an den Start gebracht hat.
Die Diskussion ist sicher interessant und der vorgestellte Tarif für nicht werbefinanzierte Podcasts eindeutig zu teuer. Aber auch hier wirds mit Sicherheit nach etlichen Diskussionen und Gesprächen einen Mischtarif geben. Und hey - GEMA-lizensierte-Musik ist nicht das Heil dieser Welt. Ich kenn da paar sehr viele Bands, welche dort nicht Mitglied sind… ;)